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Diphtherie

© Dron - Fotolia.com
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In vielen Entwicklungsländern ist die Diphtherie, eine hochansteckende lebensgefährliche bakterielle Infektionskrankheit, noch weit verbreitet. Seit Einführung der Impfung tritt Diphtherie in den Industrienationen nur noch selten auf. Neben der Rachendiphtherie mit starken Hals-Rachen-Beschwerden ist insbesondere bei Säuglingen auch die blutige Nasendiphtherie bekannt. Die Haut- oder Wunddiphtherie kommt vorwiegend in tropischen Ländern vor.

Das ECDC meldete 2017 39 Fälle von Diphtherie in Europa, zu 50% aus anderen Ländern importiert. In Österreich wurden zuletzt 2016 zwei Fälle bekannt, 2018 wurden 11 Verdachtsfälle an die nationale Referenzzentrale übermittelt.

Impfungen gegen Diphtherie sind für Kinder kostenfrei. Sie werden im Rahmen einer dreimaligen Sechsfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf [Tetanus], Keuchhusten [Pertussis], Kinderlähmung [Poliomyelitis], Hepatitis B, Haemophilus influenzae B [HiB]) und einer einmaligen Vierfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung) verabreicht.

Grundimmunisierung im 1. Lebensjahr (im Rahmen der Sechsfachimpfung), 2. Dosis nach 2 Monaten, 3. Dosis 6 Monate nach der 2. Dosis.

Zeitablauf: 3., 5. u. 11.-12. Lebensmonat, 7.-9. Lebensjahr, Auffrischung alle 10 Jahre ⇒ siehe Impfplan

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