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Gelbsucht, Reisegelbsucht, Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren verursachen eine Entzündung des Lebergewebes, die sich durch grippeartige Symptome, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen äußern kann. Haut und Augen können sich bei einer Infektion gelb verfärben („Gelbsucht“). Die Erkrankung kann durch Reisende aus Ländern mit mangelhaften hygienischen Standards nach Österreich eingeschleppt werden. Deshalb wird Hepatitis A auch als „Reisegelbsucht“ bezeichnet. Die Viren sind sehr beständig und gelangen durch Schmierinfektion, z.B. auch über verunreinigte Lebensmittel, in den menschlichen Körper (fäkal-oral). Deshalb treten immer wieder Fälle auf, bei denen verunreinigte Speisen Auslöser für Krankheitsausbrüche sind, wie Speiseeis, getrocknete Tomaten oder Datteln, oder auch mit kontaminiertem Wasser gewaschener Salat.

Dem letzten Bericht der ECDC zufolge wurden 2016 in Europa vor allem in den osteuropäischen Ländern die meisten Hepatitis-A-Fälle gemeldet. Die Meldequoten waren in einigen dieser Länder mehr als 20-mal höher als in anderen europäischen Ländern. Ein erheblicher Teil der in der übrigen europäischen Ländern gemeldeten Fälle scheint im Ausland erworbenen zu sein. Die ECDC geht davon aus, dass die Zahl der reisebezogen Fälle unterschätzt wird.

2017 stieg in Österreich u.a. aufgrund eines Ausbruchs die Zahl der Hepatitis-A-Infektionen auf 242. 2018 wurden 55 Fälle gemeldet.

Kinder sollten ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zum vollendetem 10. Lebensjahr - insbesondere vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung - gegen Hepatitis A geschützt sein.  Die Impfung ist ab dem vollendeten 1. Lebensjahr möglich. Kinder sollten 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten erhalten. Die Impfung ist nicht kostenfrei.

Es ist auch eine Kombinationsimpfung mit Hepatitis B möglich (anderes Impfschema: 2,. Dosis nach 1 Monat, 3. Dosis nach 6-12 Monate nach der zweiten Impfung).

Zeitablauf: ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten

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