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Gelbsucht, Reisegelbsucht, Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren verursachen eine Entzündung des Lebergewebes, die sich durch grippeartige Symptome, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen äußern kann. Haut und Augen können sich bei einer Infektion gelb verfärben („Gelbsucht“). Die Erkrankung kann durch Reisende aus Ländern mit mangelhaften hygienischen Standards nach Österreich eingeschleppt werden. Deshalb wird Hepatitis A auch als „Reisegelbsucht“ bezeichnet. Die Viren sind sehr beständig und gelangen durch Schmierinfektion, z.B. auch über verunreinigte Lebensmittel, in den menschlichen Körper (fäkal-oral). Deshalb treten immer wieder Fälle auf, bei denen verunreinigte Speisen Auslöser für Krankheitsausbrüche sind, wie Speiseeis, getrocknete Tomaten oder Datteln, oder auch mit kontaminiertem Wasser gewaschener Salat.

Seit Juni 2016 wurde in mehreren europäischen Ländern ein Anstieg der Gelbsucht-Fälle beobachtet, insbesondere bei Männern, die Sex mit Männern haben (MSM). Besonders auffällig war die Zunahme der Infektionen unter MSM in Italien und Spanien. 2017 wurden in Österreich 232 Hepatitis-A-Infektionen gemeldet.

Kleinkinder und Kinder bis zum vollendetem 10. Lebensjahr sollten insbesondere vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung gegen Hepatitis A geschützt sein.  Die Impfung ist ab dem vollendeten 1. Lebensjahr möglich. Kinder sollten 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten erhalten. Die Impfung ist nicht kostenfrei.

Es ist auch eine Kombinationsimpfung mit Hepatitis B möglich (anderes Impfschema: 2,. Dosis nach 1 Monat, 3. Dosis nach 6-12 Monate nach der zweiten Impfung).

Zeitablauf: ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten

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