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Gelbsucht, Reisegelbsucht, Hepatitis A

Hepatitis-A-Viren verursachen eine Entzündung des Lebergewebes, die sich durch grippeartige Symptome, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen äußern kann. Haut und Augen können sich bei einer Infektion gelb verfärben („Gelbsucht“). Die Erkrankung kann durch Reisende aus Ländern mit mangelhaften hygienischen Standards nach Österreich eingeschleppt werden. Deshalb wird Hepatitis A auch als „Reisegelbsucht“ bezeichnet. Die Viren sind sehr beständig und gelangen durch Schmierinfektion, z.B. auch über verunreinigte Lebensmittel, in den menschlichen Körper (fäkal-oral). Deshalb treten immer wieder Fälle auf, bei denen verunreinigte Speisen Auslöser für Krankheitsausbrüche sind, wie Speiseeis, getrocknete Tomaten oder Datteln, oder auch mit kontaminiertem Wasser gewaschener Salat.

Zwischen 2008 und 2016 gab es durchschnittlich 20-70 Hepatitis-A-Fälle mit 5 Todesfällen in Österreich. 2017 stieg die Zahl der Hepatitis-A-Infektionen u.a. aufgrund eines Ausbruchs auf 242. 2018-2021 lagen die Zahlen zwischen 55 und 76.

Kinder sollten ab dem vollendeten 1. Lebensjahr bis zum vollendetem 10. Lebensjahr - insbesondere vor Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung - gegen Hepatitis A geschützt sein. Die Impfung ist ab dem vollendeten 1. Lebensjahr möglich. Kinder sollten 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten erhalten. Die Impfung ist nicht kostenfrei.

Es ist auch eine Kombinationsimpfung mit Hepatitis B möglich (anderes Impfschema: 2. Dosis nach 1 Monat, 3. Dosis nach 6-12 Monate nach der zweiten Impfung).

Zeitablauf: ab dem vollendeten 1. Lebensjahr, 2 Impfungen im Abstand von 6 Monaten

Quelle: Impfplan Österreich 2022. Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz.