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Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Es ist verantwortlich für eine akute Infektion der Atemwege mit heftigen Hustenanfällen, die bei Säuglingen zu lebensbedrohlicher Atemnot und Erstickungsanfällen führen kann. Keuchhusten ist sehr ansteckend und wird über die Luft übertragen, beispielsweise beim Sprechen, Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion). In den letzten Jahren hat die Zahl der Erwachsenen mit langem Krankheitsverlauf und Lungen-Komplikationen zugenommen.

Seit 2014 ist in Österreich wieder eine Zunahme der Pertussis-Erkrankungen zu beobachten. 2018 erkrankten 2.202 Menschen und 4 verstarben (BMASGK), bis zum 3. Quartal 2019 wurden 1.746 Infektionen gemeldet (BMASGK).

Infizierte Erwachsene stellen eine besondere Gefahr für Neugeborene in den ersten Lebenswochen dar, da für kleine Kinder Keuchhusten lebensgefährlich sein kann. Deshalb sollten auch nicht-geimpfte bzw. Schwangere ohne Immunität im 3. Trimenon geimpft werden sowie Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Neugeborenen eine Impfung erhalten.

Die Impfungen sind kostenfrei (bis zum vollendeten 2. Lebensjahr). Die Impfserie gegen Keuchhusten sollte frühzeitig beginnen, da diese Krankheit für Säuglinge besonders gefährlich ist. Die Grundimmunisierung wird mit einer dreimaligen Sechsfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf [Tetanus], Keuchhusten [Pertussis], Kinderlähmung [Poliomyelitis], Hepatitis B, Haemophilus influenzae B [HiB]) erzielt. Im 3. und 5. Lebensmonat erfolgen die ersten beiden Sechsfachimpfungen, im 11. (-12.) Lebensmonat die dritte Sechsfachimpfung. Eine Auffrischung erfolgt mit einer einmaligen Vierfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung) ab dem 7. (-9.) Lebensjahr.

Grundimmunisierung im 1. Lebensjahr (im Rahmen der Sechsfachimpfung), 2. Dosis nach 2 Monaten, 3. Dosis 6 Monate nach der 2. Dosis.

Zeitablauf: 3., 5. u. 11.-12. Lebensmonat, 7.-9. Lebensjahr, Auffrischung alle 10 Jahre

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