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Keuchhusten (Pertussis)

Keuchhusten wird durch das Bakterium Bordetella pertussis verursacht. Es ist verantwortlich für eine akute Infektion der Atemwege mit heftigen Hustenanfällen, die bei Säuglingen zu lebensbedrohlicher Atemnot und Erstickungsanfällen führen kann. Keuchhusten ist sehr ansteckend und wird über die Luft übertragen, beispielsweise beim Sprechen, Niesen oder Husten (Tröpfcheninfektion).In den letzten Jahren hat die Zahl der Erwachsenen mit langem Krankheitsverlauf und Lungen-Komplikationen zugenommen. 2016 wurden insgesamt 1.274 Keuchhusten-Fälle in Österreich registirert. Besonders betroffen sind 40- bis 45-Jährige, aber auch bei den 15- bis 20-Jährigen ist eine deutliche Zunahme der Erkrankungen zu beobachten.

Infizierte Erwachsene stellen eine besondere Gefahr für Neugeborene in den ersten Lebenswochen dar, da für kleine Kinder Keuchhusten lebensgefährlich sein kann. Deshalb sollten auch nicht-geimpfte bzw. Schwangere ohne Immunität im 3. Trimenon geimpft werden sowie Kontaktpersonen und Haushaltsangehörige von Neugeborenen eine Impfung erhalten.

Die Impfungen sind kostenfrei. Die Impfserie gegen Keuchhusten sollte frühzeitig beginnen, da diese Krankheit für Säuglinge besonders gefährlich ist. Die Grundimmunisierung wird mit einer dreimaligen Sechsfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf [Tetanus], Keuchhusten [Pertussis], Kinderlähmung [Poliomyelitis], Hepatitis B, Haemophilus influenzae B [HiB]) erzielt. Im 3. und 5. Lebensmonat erfolgen die ersten beiden Sechsfachimpfungen, im 12. (-14.) Lebensmonat die dritte Sechsfachimpfung. Eine Auffrischung erfolgt mit einer einmaligen Vierfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung) ab dem 7. (-9.) Lebensjahr.

Zeitablauf: Grundimmunisierung mit Sechsfachimpfstoff: 3., 5. u. 12. (-14.) Lebensmonat; Auffrischimpfung mit Vierfachimpfstoff: 7. (-9.) Lebensjahr , danach alle 10 Jahre Auffrischung

Quelle: Impfplan Österreich 2018. Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.