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Kinderlähmung (Poliomyelitis)

Kinderlähmung Polio (Poliomyelitis anterior acuta) oder spinale Kinderlähmung - ist eine hoch ansteckende akute Infektionskrankheit mit dem Polio-Virus. Dieses dringt vor allem in die graue Rückenmarksubstanz ein, was zu dauerhaften Lähmungen führen kann. Polioviren kommen weltweit vor, gelten in der europäischen Region aber seit 2002 als ausgerottet. Der letzte Poliofall in Österreich wurde 1980 gemeldet, in Deutschland 1990.

Das Risiko, dass Polioviren nach Europa eingeschleppt werden, besteht, solange Polioviren in der Welt zirkuliert. Global ist die Anzahl der Poliofälle seit 1988 mit geschätzten 350.000 Fällen bis 2018 um über 99% auf 33 zurückgegangen. Dies ist eine Folge der weltweiten Anstrengungen zur Ausrottung der Krankheit.

Die Impfungen sind kostenfrei. Die Impfserie gegen Kinderlähmung beinhaltet eine dreimalige Sechsfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf [Tetanus], Keuchhusten [Pertussis], Kinderlähmung [Poliomyelitis], Hepatitis B, Haemophilus influenzae B [HiB]). Im 3. und 5. Lebensmonat erfolgen die ersten beiden Sechsfachimpfungen, im 11. (-12.) Lebensmonat die dritte Sechsfachimpfung. Eine Auffrischung sollten Kinder im Schulalter in Form einer einmaligen Vierfachimpfung (Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten, Kinderlähmung) erhalten, d.h. ab dem 7. Lebensjahr, dann ist alle 10 Jahre Auffrischung-Impfung vorgesehen.

Zeitablauf: Grundimmunisierung: 3., 5. u. 11. (-12.) Lebensmonat; Auffrischimpfung: 7. (-9.) Lebensjahr (Kinderlähmung, Diphtherie, Wundstarrkrampf, Keuchhusten), danach alle 10 Jahre Auffrischung

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