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Masern, Mumps und Röteln

Masern
Masern

Masern

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit einer hohen Komplikationsrate verbunden ist. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Gefürchtet sind u.a. Lungenentzündungen und die Masernenzephalitis, eine Gehirnentzündung. Vor allem für Babys ist die Gefahr groß, dass sie Jahre nach einer Masernerkrankung eine besonders schwere Form einer Gehirnentzündung entwickeln, die subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), für die es keine Heilung gibt und die mit dem Tod endet.

2015 starben weltweit 134.200 Menschen weiltweit an Masern.

Laut ECDC (Stand 09.02.2018) wurden in Europa im Jahr 2017 14.451 Masernfälle (30 EU / EWR-Länder) gemeldet. Diese Zahl ist mehr als dreimal so hoch wie Anzahl der gemeldeten Fälle im Vorjahr 2016 (4.643). Rumänien, Italien, Griechenland und Deutschland wiesen 2017 besonders hohe Zahlen auf. Seit Anfang 2016 wurden 50 Todesfälle aufgrundvon Masern in der EU registriert.  Etwa 45% der Masernfälle mit bekanntem Alter betrafen ältere Jugendliche (15 Jahre  und älter). Die höchste Inzidenz von Fällen wurde jedoch bei Säuglingen unter einem Jahr gemeldet - die die Bevölkerungsgruppe, die das höchste Risiko für schwere Komplikationen und Todesfälle hat und zu jung ist, um die erste Dosis des Impfstoffs erhalten zu haben.

Mumps

Mumps ist ebenso sehr ansteckend und verbreitet sich über Virus-belastete Tröpfchen. Eine Infektion führt zu einer Entzündung und zum schmerzhaften Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen. Vor Einführung der Impfung gehörte Mumps zu den häufigsten Ursachen für Taubheit, da die Viren den Hörnerv befallen können. Erkranken Jungen in der Pubertät, besteht die Gefahr, dass sich die Hoden entzünden und sie zeugungsunfähig werden.

2017 kam es in Österreich zu einem Mumpsausbruch, der auch zu einer Mumpsorchitis (Hodenentzündung) führte.

Röteln

Röteln gehören ebenso zu den Viruserkrankungen. Eine Infektion kann unbemerkt verlaufen, aber auch mit kleinen rotfleckigem Hautausschlag einhergehen. Besonders gefürchtet ist eine Rötelinfektion in der Schwangerschaft (bis zur 17. Woche), da sie schwere Schäden beim ungeborenen Kind zur Folge haben kann (Taubheit, Linsentrübung, Herzfehler und andere Organdefekte).

2017 gab es in Österreich zwei Rötelnausbrüche. Diese wie auch die Masern- und Mumpsausbrüche zeigen, dass insbesondere in der Altersgruppe der 15- bis 40-Jährigen die Schutzraten zu niedrig sind und eine bessere Durchimpfung in der Bevölkerung erforderlich ist.

Eine Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln ist kostenlos und sollte in Form einer zweimaligen Dreifachimpfung (MMR) ab dem vollendeten 9. Lebensmonat beginnen – unbedingt vor dem Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung. Die zweite Impfung kann auch in Form einer Vierfachimpfung gespritzt werden (Masern, Mumps, Röteln und Windpocken [Varizellen]: MMRV).

Bei einem Ausbruch kann auch früher geimpft werden (ab dem vollendeten 6. Lebensmonat: Erstimpfung mit 6-8 Monaten, 2. Impfung im Alter von 11-14 Monaten, 3. Impfung im Alter von 15-23 Monaten).

Zeitablauf: ab vollendeten 9. Lebensmonat 1. Impfung, 2. Impfung 4 Wochen später (Ausnahme: 1. Impfung im 1. Lebensjahr, dann nach 3 Monaten 2. Impfung)

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