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Masern, Mumps und Röteln

Masern
Masern

Masern

Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung, die mit einer hohen Komplikationsrate verbunden ist. Die Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion. Gefürchtet sind u.a. Lungenentzündungen und die Masernenzephalitis, eine Gehirnentzündung. Vor allem für Babys ist die Gefahr groß, dass sie Jahre nach einer Masernerkrankung eine besonders schwere Form einer Gehirnentzündung entwickeln, die subakut sklerosierende Panenzephalitis (SSPE), für die es keine Heilung gibt und die mit dem Tod endet.

2016 starben weltweit 89.780 Menschen an Masern. (WHO)

Laut ECDC wurden von August 2017 bis Juli 2018 wurden für ganz Europa 14.118 Fälle gemeldet. nach wie vor breiten sich die Masern weiterhin in ganz Europa aus, da die Impfraten in den meisten europäischen Ländern nach wie vor nicht optimal sind. Nur vier Länder in Europa berichteten für 2017 über einen Impfschutz von mindestens 95% für beide Impfdosen. (ECDC)

Im Jahr 2018 verstarben (Stand: 7.11.2018) europaweit bereits 63 Menschen in der Folge einer Masernerkrankung. In Österreich erkrankten bis 28.11.2018 75 Menschen an Masern. (BMASGK)

Mumps

Mumps ist ebenso sehr ansteckend und verbreitet sich über Virus-belastete Tröpfchen. Eine Infektion führt zu einer Entzündung und zum schmerzhaften Anschwellen der Ohrspeicheldrüsen. Vor Einführung der Impfung gehörte Mumps zu den häufigsten Ursachen für Taubheit, da die Viren den Hörnerv befallen können. Erkranken Jungen in der Pubertät, besteht die Gefahr, dass sich die Hoden entzünden und sie zeugungsunfähig werden.

2017 kam es in Österreich zu einem Mumpsausbruch, der auch zu einer Mumpsorchitis (Hodenentzündung) führte. (BMASGK)

Röteln

Röteln gehören ebenso zu den Viruserkrankungen. Eine Infektion kann unbemerkt verlaufen, aber auch mit kleinen rotfleckigem Hautausschlag einhergehen. Besonders gefürchtet ist eine Rötelinfektion in der Schwangerschaft (bis zur 17. Woche), da sie schwere Schäden beim ungeborenen Kind zur Folge haben kann (Taubheit, Linsentrübung, Herzfehler und andere Organdefekte).

2017 gab es in Österreich zwei Rötelnausbrüche. Diese wie auch die Masern- und Mumpsausbrüche zeigen, dass insbesondere in der Altersgruppe der 15- bis 40-Jährigen die Schutzraten zu niedrig sind und eine bessere Durchimpfung in der Bevölkerung erforderlich ist. (BMASGK)

Eine Immunisierung gegen Masern, Mumps und Röteln ist kostenlos und sollte in Form einer zweimaligen Dreifachimpfung (MMR) ab dem vollendeten 9. Lebensmonat beginnen – unbedingt vor dem Eintritt in eine Gemeinschaftseinrichtung.

Bei einem Ausbruch kann auch früher geimpft werden (ab dem vollendeten 6. Lebensmonat: Erstimpfung mit 6-8 Monaten, 2. Impfung im Alter von 11-14 Monaten, 3. Impfung im Alter von 15-23 Monaten).

Zeitablauf: ab vollendeten 9. Lebensmonat 1. Impfung, 2. Impfung 4 Wochen später

Quelle: Impfplan Österreich 2019. Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz.