Meningokokken kommen weltweit vor. Meningokokken gehören zu den häufigsten Auslösern einer bakteriellen Meningitis. Insbesondere Kinder im ersten Lebensjahr und Jugendliche sind davon betroffen. Die Bakterien lassen sich in 12 Untergruppen (Serogruppen) unterteilen. Für invasive Erkrankungen sind v.a. die Serogruppen A, B, C, W und Y verantwortlich.
In Österreich wurden 2025 an der Nationalen Referenzzentrale für Meningokokken 31 laborbestätigte Fälle invasiver Meningokokken-Erkrankungen registriert. Bei 25 Fällen ist die Serogruppe bekannt (44% Serogruppe B, 40% Serogruppe Y).
Meningokokken können innerhalb von Stunden zu schweren Erkrankungen (Hirnhautentzündung und Blutvergiftung oder beides zusammen) führen, die Schäden hinterlassen können, wie Entwicklungsstörungen, neurologische Störungen, chronische Schmerzen, großflächige Narbenbildung oder amputierte Gliedmaßen, oder sogar tödlich enden.
Zwischen 2015 und 2019 traten in Österreich jährlich 20-40 Meningokokkenfälle auf. 2020 wurden in Österreich 8 Fälle registriert, 2021 2 Fälle, 2022 7 Fälle, 2023 16 Fälle, 2024 15 Fälle und 2025 31 Fälle sowie 4 Todesfälle.
Der Impfplan empfiehlt für Kinder sowohl gegen Meningokokken B als auch gegen Meningokokken A, C, W135, Y Impfungen (Details siehe bei den jeweiligen Gruppen).