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Ihre Fachärzte von der Geburt bis zum vollendeten 18. Lebensjahr

Herausgeber:

  1. Abstillen
  2. Antibiotika
  3. Atemnot beim Kleinkind
  4. Augenfarbe
  5. Baby-Akne
  6. Bakterielle und virale Infektion
  7. Fernsehen im Säuglingsalter
  8. Fieber
  9. Gelbsucht beim Baby
  10. Haarausfall
  11. Haustiere
  12. Kindergartenreife
  13. Laktationsberatung und stillfreundliches Krankenhaus
  14. Linkshändigkeit
  15. Nabelbruch
  16. Schlafstörungen
  17. Schnuller
  18. Sprachprobleme im Vorschulalter
  19. Windel-Entwöhnung
  20. Wutanfälle mit Blauwerden

Nabelbruch

Ist die Operation eines Nabelbruchs bei einem drei Monate alten Baby zu empfehlen?

Bei den meisten Babys handelt es sich um eine angeborene Lücke im Bereich der Eintrittspforte der Nabelschnur, die bei jedem Menschen verschieden groß ausgeprägt ist. Zu einer Operation ist nur dann zu raten, wenn der Bruch Beschwerden macht. Das heißt, wenn er so groß ist, dass sich besonders nach dem Trinken Darmschlingen in dem Bruchsack verfangen und dadurch Schmerzen ausgelöst werden. Das erkennt man daran, dass beim Zusammendrücken des hervorstehenden Bruches ein Quatschen zu fühlen und zu hören ist. Die Operation erfolgt durch einen im Nabelbereich gelegenen halbkreisförmigen Bogenschnitt. Nach dem Abheben der Haut wird der Bruchsack dargestellt und durchtrennt; die dann freiliegende Bruchlücke wird vernäht. Danach wird der Nabel mit einer Naht am Nabelgrund fixiert; daraus entsteht das Nabelgrübchen. Die Operation dauert ca. 15 Minuten und ist für das Kind kaum eine Belastung. Die meisten Nabelbrüche verschließen sich bis zu einem Alter von eineinhalb Jahren von selbst, und zwar dadurch, dass sich die geraden Bauchmuskeln beim Aufrichten des Kindes verstärken und so die Bruchlücke muskulär verschlossen wird. Ein sogenanntes Nabelpflaster ist abzulehnen; es führt höchstens zu einer Überempfindlichkeit der Haut im Bereich des Verbandes.

Prim. Dr. Michael Engels
Leiter der Chirurgischen Abteilung der Landes-Kinderklinik in Linz