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Pädiatrische Notfallambulanz USA: 2020 Rückgang der Patienten, aber Zunahme des Anteils von Unfallverletzungen

Laut einer in der Januar-Ausgabe von „Hospital Pediatrics“ veröffentlichten Studie ist die Gesamtzahl der Besuche in der pädiatrischen Notaufnahme im Jahr 2020 zurückgegangen, aber der Anteil von Besuchen in der Notaufnahme wegen Unfallverletzungen (Traumata) hat zugenommen.

Dr. Zaid Haddadin, M.D., vom Vanderbilt University Medical Center in Nashville, Tennessee, und Kollegen untersuchten Veränderungen bei Besuchen in der pädiatrischen Notaufnahme infolge akuter Atemwegserkrankungen und Traumata vor und während der Pandemie. Es wurden Daten für Kinder aufgenommen, die sich zwischen März und Mai 2018, 2019 und 2020 entweder wegen ARI oder wegen eines Traumas in einem Kinderkrankenhaus in der Notaufnahme vorstellten.

Die Forscher fanden heraus, dass es im Jahr 2020 insgesamt 6.393 Aufnahmen von Kindern in der Notaufnahme gab, verglichen mit 11.758 im Jahr 2018 und 12.138 im Jahr 2019. Die Gesamtzahl der Atemwegserkrankungen ging 2020 um 58% zurück, und die Häufigkeit der Atemwegserkrankungen nahm signifikant ab. Die Gesamtzahl der Traumata nahm um 34% ab und der Anteil der Traumata nahm signifikant zu und machte 2020 fast ein Drittel aller Notfallaufnahmen aus. Die Anzahl und der Anteil der Unfälle bei Freizeittätigkeiten nahmen zu, bei allen absichtlichen zugefügten und durch Tiere beigebrachte Verletzungen war jedoch ein Rückgang zu verzeichnen.

"Die Gesamtzahl der Besuche in der pädiatrischen Notaufnahme ging 2020 stark zurück, aber der Anteil der Traumata stieg 2020 erheblich an und machte fast ein Drittel aller Besuche in der Notaufnahme aus", schreiben die Autoren. "Da die COVID-19-Pandemie mit zeitweiligen Schulschließungen andauert, müssen/sollten Eltern ihre Kinder noch engmaschiger beaufsichtigen und noch mehr darauf achten, dass Heranwachsende keine gefährlichen Aktivitäten unternehmen."

Quelle: Physicans Weekly, Hospital Pediatrics